Zeitungsberichte aus Michaelnbach

im Jahre 1879

Linzer Volksblatt 9. März 1879

Versetzungen:  Hr. Gottlieb Leopoldsberger, Coop. in Michaelnbach, kam als solcher nach Natternbach;

Linzer Volksblatt 30. März 1879

Hr. Gottlieb Leopoldsberger verbleibt wieder als Cooperator in Michaelnbach;

(Linzer) Tages-Post 1. Mai 1879

Dank. Der löbliches, ö. Volksbildungs-Verein hat über gütige Vermittlung des k. k. Bezirksschul-Inspektors Herrn Joh. Plaichinger in Wels der Schule Michaelnbach 41 Bände Jugendchristen gespendet. Für diese edle Spende wird sowohl diesem gemeinnützigen Vereine, als auch dem Herrn k. k. Inspektor für seine gütige Verwendung, von dem Gefertigten im Namen der Schulgemeinde der wärmste Dank ausgedrückt.Michaelnbach, am 18. April 1879.Leopold Brandmayr, Schulleiter. 

Linzer Volksblatt 4. Mai 1879

Waizenkirchen. (Kaiserfeier.) Steht von uns noch nichts im Volksblatt? Wieder nichts! Hm! von den kleinsten Orten har man schon gelesen, von uns noch nichts,  — wir werden schon die letzten. So und in ähnlichen Ausdrücken erging sich der patriotische Eifer der Volksblattleser in diesen Tagen. Nur gemach! Das Volksblatt kann nicht alle Berichte auf einmal bringen, und daran zweifelt ohnehin gewiß Niemand, daß auch Waizenkirchen sein Möglichstes gethan zur Verherrlichung der Kaiserfeier. Alles, was musiciren und beflaggen konnte und alles, was beleuchten wollte, hat zu dieser Verherrlichung beigetragen, und alles, was beten konnte vom Kinde bis zum Greise, hat die Gnade des Himmels über die Allerhöchsten Majestäten herabgefleht. Einen sehr würdigen Abschluß fand die Feier in Weickhartsberg. Es wurde nämlich im Gasthaussaale daselbst aufgeführt: „Die Glocke" und mehrere Stücke aus der Oper: „Das Nachtlager von Granada". Diesen Genuß, zu dem uns die freundliche Einladung der Gemeindevorstehung den Zutritt schaffte, verdanken wir dem freundlichen Zusammenwirken der Gesangskräfte von Michaelnbach und hier unter  der unermüdlichen Leitung und Mitwirkung der Herren Lehrer. Diesem Festtage und dieser Feier werden alle, die daran theilgenommen haben, eine angenehme Erinnerung bewahren.

Linzer Volksblatt 24. Juni 1879

Michaelnbach, 20. Juni. Bei der heute stattgehabten Wahlmännerwohl für die bevorstehende Reichsrathswahl wurden gewählt: Hochw. Herr Pfarrer Anton Langer; Johann Floimayr , Wirth und Oekonom zu Grub; Michael Lindmair, Bauer in Hilpertsberg, Volksvereinsmänner.

(Linzer) Tages-Post 7. September 1879

Schulangelegenheiten. Ernennungen:
Herr Wilhelm Albrecht, prov. Lehrer in Meggenhofen (Unterlehrer von Michaelnbach), zum Lehrer in Meggenhofen;

(Linzer) Tages-Post 10. Oktober 1879

Erledigungen. Unterlehrerstelle an der zweiklassigen Volksschule in Michaelnbach mit 400 fl., eventuell 500 fl. Gehalt rc., Gesuche bis 30. Oktober an den k. k. Bezirksschulrath Wels.

Linzer Volksblatt 19. Dezember 1879

Linz, 18. Dezember.  (Veränderungen in: oberöst. Schullehrer-Personale.) Anstellungs-Decrete wurden aus ausgefertigt: für den provisorischen Unterlehrer in Michaelnbach Rudolph Lippert als Unterlehrer daselbst;

Steyrer Zeitung 3. April 1879

Herr Ignaz Kastner, Cooperator in Sandl und P. Robert Lettmayr, Benedictiner von Kremsmünster und Cooperator in Pettenbach, wurden Pfarrprovisoren in den Orten ihrer Anstellung; Herr Gottlieb Leopoldsberger verbleibt wieder als Cooperator in Michaelnbach;

Linzer Volksblatt 16. Dezember 1879

Michaelnbach, 10. Dezember. (St. Josef- Statue.) Unsere freundliche Pfarrkirche hat unter Anderem einen schönen Schmuck bekommen in der Statue des heiligen Josefs, welche am linken Seitenaltare ihre Aufstellung findet. Dieselbe ist hervorgegangen aus der kirchlichen Kunstanstalt -des J. B. Purger in Gröden (Tirol) und macht ihrem Meister alle Ehre; es ist dieses Werk, was ideale Auffassung, Schönheit und Eleganz der Ausführung und Ausstattung betrifft, ein wahres Kunstwerk zu nennen. Jedermann, der es sieht, wird zur Bewunderung hingerissen und besonders ist es das allerliebste Jesulein auf dem Arme seines hl. Nähr- und Pflegevaters, das die Blicke des Beschauers so fesselt, daß man sich nicht satt genug sehen kann. Der Preis ist verhältnismäßig billig gestellt und wäre somit obige Firma für derlei Arbeiten sehr empfehlenswert. Der Opferwilligkeit der Pfarrgemeinde, welche bei einiger Anregung keine Kosten scheut, zur Ehre Gottes und für das Haus des Allerhöchsten etwas beizufügen, verdankt diese schöne St. Josef-Statue ihre Entstehung. Möge der hl. Josef ihnen als Lohn hiefür ein treuer Führer und Beschützer sein im Leben und im Streben!

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